by Shelle Rose Charvet
Einer der schwierigsten Momente in der Gestaltung von Arbeitsprozessen ist es, jemanden zu überzeugen, der eine Macho-Verhaltensweise an den Tag legt. Jeder weiß wie schwer es ist Ideen gemeinsam zu diskutieren, wenn der Andere schon alles weiß und ständig im Mittelpunkt stehen muss.
Wenn Menschen sich nach dem so genannten Macho-Muster verhalten, treten sie auf, als glaubten sie:
- sie wüssten bereits alles was es zu wissen gibt
- sie hätten keinerlei Probleme; sie und alles mit ihnen verbundene sei perfekt
- falls es Probleme gebe, seien diese von anderen verursacht
- sie seien besser, toller, wichtiger und wissender als jeder andere.
Wie oft sind wichtige Entscheidungen getroffen worden, um jemandes Ego zu beschwichtigen oder um jemanden vor einem Gesichtsverlust zu bewahren? Achten Sie einmal auf Interviews in den Medien: Wenn der Interviewer fragt, ob jemand von der Entwicklung der Ereignisse überrascht wurde, wird kaum einer der Befragten zugeben, überrascht zu sein. Denn das würde ja bedeuten, dass man einräumt, noch nicht alles zu wissen, was es zu wissen gibt.
Als ich einmal ein Verkaufstraining mit anschließendem freiwilligen Coaching anbot, wollte keiner das Angebot der Coachings in Anspruch nehmen. Denn das hätte ja bedeutet einzugestehen, dass man Hilfe brauchte. Inzwischen ist das Coaching einfach fester Bestandteil des Verkaufstrainings.
Jeder von uns wird manchmal zum Macho. Erinnern Sie sich an Ihre Reaktion, wenn Ihnen Ihre Eltern sagten, was Sie tun sollten! Um sicherzustellen, dass selbst ein Macho Ihren Ideen folgt, können Sie den „Macho-Test“ als Editier-Technik einsetzen. Aber Sie haben bestimmt schon selbst etwas Ähnliches entwickelt, das Ihnen die Gewähr gibt, dass Ihre Botschaften Gehör finden.
Ein Vorgehensmodell finden Sie hier oder gehen Sie direkt zum Test
